Software

Ohne Softwares gäbe es kein Digital-Event. Hier sind einige Beispiele aufgeführt, die sich für die Durchführung eignen. Empfehlenswert ist es zu wissen, welche Art von Digital-Event man gerade plant, wer die Zielgruppe ist und wie gross die Anzahl an Teilnehmenden ist.
Kurzes Beispiel: Für ein Meeting mit den Arbeitskollegen benötigt man nur eine Kommunikationssoftware, die Content- und Screensharing zur Verfügung stellt. Aus diesem Grund ist eine Misch-Plattform völlig überflüssig und eine Livestream-Plattform ohne Chatfunktion bringt nichts zur Informationsvermittlung.

Streaming-Plattform

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vMix

vMix ist eine Software, die zur Bildmischung verwendet wird. Diese Ermöglicht, es ohne weitere Geräte, mehrere eingehende Kameras miteinander abzumischen und direkt zu streamen. Zusätzlich ermöglicht es eine direkte Farbkorrektur der Bilder, das Einbetten von Musik und eingehende Videoanrufe, z.B. von Zoom oder Microsoft Teams, direkt in den Live-Event zu schneiden.  

Diese Software ist kostenpflichtig mit zwei möglichen Kaufoptionen: Lebenslange Lizenz, deren Kosten sich von 60 USD bis 1200 USD belaufen, oder einem monatlichen Abonnement von 50 USD im Monat.  

vMix hat den Nachteil, dass es nur auf Windows 10 funktioniert.

Empfehlenswert für Webcasts und Webinare, die ein sehr breites Publikum haben.

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OBS

OBS oder Open-Broadcaster-Software ist eine frei verfügbare Open-Source Software, um Bildschirminhalte aufzuzeichnen oder direkt zu Streamen. Sie ermöglicht das Abmischen von Video und Audio und deren nahtlosen Übergang durch benutzerdefinierte Übergänge. Weitere Funktionen, die diese Software verfügt sind das Filtern für Videoquellen wie Bildmaskierung, Farb-Korrektur, Chroma/Farb-Keying und mehr. 

Dadurch das diese Software Open-Source ist kann jeder eigene Plugins erstellen und diese für sich selbst optimieren um eine, für sich selbst, perfekt angepasste Software zu erhalten. 

Die Software ist für Windows, MacOS und Linux kostenlos Verfügbar.

Empfehlenswert für Webcasts und Webinare, die ein sehr breites Publikum haben.

Übertragungs-Plattform

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YouTube

YouTube ist ein Online-Video-Portal, die es Nutzenden ermöglicht selbstkreierte Videos zu veröffentlichen. Ausserdem besteht die Möglichkeit, Livestreams zu übertragen.

YouTube macht es einem sehr einfach bei der Übertragung von Livestreams, denn das Mindeste, was man braucht, ist ein Smartphone mit Kamera. Wem das zu wenig ist, kann darauf aufbauen und mit dem Computer und der Webcam einen Livestream erstellen.

Für grössere Events lohnt es sich dann schon, eine separate Kamera zu organisieren und YouTube mit einer Streaming-Software zu koppeln. Erstellt man mit YouTube eine Live-Veranstaltung, so kann man im vorhinein eine URL kreieren. Dies ist nützlich, man das potenzielle Publikum frühzeitig über das Event informieren kann.

Durch die geringe Interkationsmöglichkeit mit dem Publikum, eignet sich YouTube vor allem für Webcasts.

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Twitch

Twitch ist ein Livestreaming Videoportal und wird hauptsächlich zur Übertragung von Videospielen und eSport genutzt. Für die Übertragung braucht man als aller erstes eine Streaming-Software, wie zum Beispiel OBS, Streamlabs OBS oder vMix. OBS bietet die Möglichkeit Twitch mit dem Autokonfigurationsprozess einzustellen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die zwei Softwares manuell miteinander zu koppeln.

Sobald den Twitch-Stream mit einer Streaming-Software konfiguriert wurde, kann man über das Layout des Streams nachdenken. Twitch bietet den Creators das Broadcast-Layout so zu gestalten, wie sie sich in ihrer Ästhetik am wohlsten fühlen, mit Bild, Grafiken, Chatfunktionen und vieles mehr.

Bei der Einrichtung kann man sich auch überlegen, ob man die Twitch-Alerts auch während dem Livestream aufzeigen möchte. Dieses Widget poppt auf, wenn die Anzahl Follower sich erhöht hat und wenn eine Spende eingeht. Dies dient als Motivation für den Streamer sowie als Aufmerksamkeit für die Zuschauer, da die Streamer direkt auf den Twitch-Alert eingehen.

Auch wenn die Interaktion zwischen Streamer und Publikum durch die Chatfunktion höher ist als bei YouTube, wird diese Software vor allem für Webcasts verwendet.

Kommunikations-Plattform

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Zoom

Zoom ist eine Online Videokonferenz Software, die man für alle drei Arten von Digital-Events nutzen kann. Es ermöglicht unkompliziert Webmeetings abzuhalten oder ein Webinar mit bis zu 500 Teilnehmenden. Alle Teilnehmenden können miteinander interagieren über die Chatfunktion oder per Video- und Audiokommunikation. Mit Break-Out-Sessions können Diskussionen in kleineren Gruppen durchgeführt werden. Präsentationen, Dokumente, Bilder sowie Videos können mithilfe der Content- und Screensharing-Funktion geteilt werden. Die virtuelle Veranstaltung kann aufgenommen werden und anschliessend auf in einem Videoportal veröffentlicht werden. Für Übertragungen von Webmeetings und Webinars werden keine weiteren Softwares benötigt.

Möchte man aber ein Webcast durchführen, so wird Zoom meistens als zweite Quelle in den Livestream eingebettet mithilfe von OBS oder vMix. Dies wird vor allem eingesetzt wenn der Gast nicht vor Ort sein kann, bei einem hybriden Event ist das noch öfters der Fall. Die Herausforderung besteht darin, den Zoom-Call mit der Moderation an der Live-Veranstaltung zu verbinden sowie im Stream einzuspielen. Empfehlenswert ist, der Moderation ein separater Monitor zu geben, die nur den Zweck hat, den Zoom-Call zu übertragen.

Zoom kann mit Windows, macOS, Linux und andere Betriebssysteme genutzt werden.

Cisco Webex Logo

webex

WebEx ist ein Videokonferenz Tool, das bereits 1995 entwickelt wurde, somit gehört es zu den „Klassikern“ dieser Softwares. Mit WebEx lassen sich Konferenzen abhalten aber auch einfache Chats oder IP-Telefongespräche führen. Die Software ermöglicht Screensharing und das Übertragen von Daten. Ausserdem können Break-Out-Sessions generiert werden. WebEx ist eine Software, die die Vermittlung von Wissen und den Austausch von Informationen ermöglicht. Dies macht es zu einem guten Tool für Firmen, Schulen und Seminaren, um Webmeetings oder Webevents durchzuführen.

Wie bei Zoom, besteht auch hier die Möglichkeit, ein WebEx-Call in den Livestream hinzuzufügen. Mit einem Stream-Software wird der Call als weitere Quelle durch einen separaten Input eingebettet. Dabei bestehen die gleichen Herausforderungen wie bei Zoom: Der Call im Stream einspielen sowie mit der Moderation zu verbinden.

WebEx kann mit einem macOS-, Windows- oder Webbrowser-System genutzt werden.

Hopin Logo

Hopin

Wer eine bisschen andere Videokonferenz machen möchte, ist bei Hopin an der richtigen Stelle. Das Tool ist eine digitale Event-Plattform, die virtuelle Meetings, Konferenzen, Workshops und  Grossveranstaltungen durchführt. Hopin stellt unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, um die Interkation zwischen den Teilnehmenden zu gewährleisten.

Wie bei einem realen Event gibt es auch bei dieser Plattform eine Event-Rezeption, Hauptbühne und Stände von Ausstellern mit Angeboten.  Es ist aber möglich in Break-Out-Sessions sich mit anderen Teilnehmenden zu unterhalten. Eine weitere Funktion ist, drei Minuten lang sich mit einer zufälligen Person im Privat-Chat zu treffen.

Hopin kann mit einem Webbrowser-System genutzt werden.

Hopin stellt verschiedene Preisangebote zur Verfügung, von einem Gratisabonnement bis hin zu einem Monatsabonnement, dass 799 USD beträgt. Je nachdem was man für die virtuelle Veranstaltung braucht, kann der Preis mit Hopin verhandelt werden.

Präsentationsapps

Möchte man eine Präsentation an einer virtuellen Veranstaltung übertragen, gibt es verschiedene Varianten. Bei einem Webmeeting oder Webinar, ist es in Ordnung die Präsentation über File- / Screensharing zu teilen. Bei einem Webcast ist es jedoch von Vorteil, wenn man die Präsentation vorher als Video exportiert, um es dann in einem separaten Input in die Übertragung einzubetten. Für alle Arten, empfiehlt es sich, dem Publikum die Präsentation als PDF im Vorhinein zur Verfügung zu stellen.

Keynote Logo

Keynote

Keynote ist ein Präsentationsprogramm, die von Apple entwickelt worden ist. Mit Keynote ist es möglich, einfach gestaltete Präsentationen zu erstellen. Man kann sich zwischen einer Auswahl von schon vorbereiteten Layouts entscheiden oder ein eigenes Layout erstellen. Die App macht es dem Nutzenden sehr einfach Grafiken, Tabellen und Text auf den Slides hinzuzufügen.

Es verfügt eine Funktion, die es ermöglicht die Präsentation Live zu übertragen. Dafür muss die Präsentation zuerst über der Cloud gespeichert werden. Leider besteht nur die Möglichkeit das visuelle zu übertragen, das Gesagte muss man separat aufnehmen, um es dann auf die Slides hinzuzufügen.

Ein weiterer Nachteil von Keynote ist, dass es nur mit dem Betriebssystem von Apple, macOS und iOS, kompatibel ist. Keynote ist über die App-Store kostenlos zu erhalten.

Microsoft PowerPoint

Mit Microsoft PowerPoint erstellt man Präsentationen. Es ist ein sehr beliebts Programm, da es sehr einfach und intuitiv zu bedienen ist. Ausserdem bietet es eine weite Auswahl an praktischer Funktionen, um Präsentationen zu erstellen und vorzuführen. Eine sehr beliebte Funktion ist die Referentenansicht, die es ermöglicht mehr Informationen und auf die kommende Folie einen Vorausblick zu erhalten.

Bei einem Webmeeting oder Webinar kann die Präsentation über Screensharing geteilt werden. Alternativ kann die Präsentation per Link mit dem Publikum geteilt werden. Es empfiehlt sich, kompakte und prägnante Präsentationen für diesen Zweck zu erstellen, um Verzögerungen bei den Ladevorgängen zu minimieren.

Microsoft PowerPoint kann mit Windows, macOS, iOS, Android, Windows Phone und auch als einzelne Anwendung für Tablets verwendet werden.

Slides Logo

Google Slides

Google Slides ist eine kostenlose Software für die Erstellung von Präsentationen. Mit Google Slides kann man in Echtzeit mit anderen die Präsentation bearbeiten. Dabei kann man über die Freigabesteuerung festlegen, wer die Berechtigung bekommt, um die Präsentation zu bearbeiten oder anzusehen.

Auch mit dieser Software ist es möglich die Folien im Vollbildmodus über Screensharing zu präsentieren. Um die Präsentation interaktiver und dynamischer zu gestalten, bietet Google Slides verschiedene Add-Ons an. Zum Beispiel kann man mithilfe der Add-Ons das Umfragetool Slido in die Präsentationsfolien hinzufügen.

Ob mit dem Smartphone, Tablet oder Computer, mit Google Slides kann man Plattformübergreifend arbeiten.

Umfragetools

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Slido

Slido ist eine interaktive Plattform für Umfragen und Abstimmungen. Während einem Webmeeting oder Webevent kann die Moderation dem Publikum nach deren Meinungen fragen und sofort Feedback erhalten. Das Ergebnis solcher Umfragen können sofort abgerufen und in der Präsentation eingebunden werden. Dieses digitale Tool ermöglicht es, die Teilnehmenden während der laufenden Veranstaltung direkt ins Geschehen einzubinden.

Slido ist kostenlos verfügbar, jedoch wenn man eine grössere Teilnehmeranzahl als 100 hat, bezahlt man für die Plattform. Die Preise betragen zwischen 10 Euro bis 150 Euro im Monat. 

Slido kann in Cisco WebEx, Google Slides, Google Meet, Microsoft PowerPoint, Microsoft Teams, YouTube Live und Facebook Live eingebunden werden.

Kahoot Logo

Kahoot

Kahoot bietet die Möglichkeit interaktive Quizze zu erstellen und ist eines der beliebtesten Learning-Plattforme. Das Quiz kann nur mit einer Präsentationsfläche angezeigt werden, das heisst der Quiz muss am Digital-Event über Screensharing geteilt werden. Die Resultate werden in Echtzeit angezeigt, die man anschliessend untereinander besprechen kann. Dies eignet sich an einem Webinar gut, um gelernte Inhalte zu wiederholen.

Kahoot ist kostenlos verfügbar, wer aber mehr Quiz-Templates wünscht und mehr als 50 Teilnehmenden pro Quiz hat, kann ein Abo einlösen für 3, 6 oder 9 USD im Monat.

Kahoot kann in Microsoft PowerPoint, Zoom, Hopin, und Microsoft Teams eingebunden werden.